Do., 25. März | Zoom

Europas digitale Souveränität - Gespräch mit Botschafter a.D. John Kornblum

Auftaktveranstaltung zur Serie "Im Digitalen Wandel: Innovation und Sicherheit" // by Atlantic Community & Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr
Anmeldung abgeschlossen
Europas digitale Souveränität - Gespräch mit Botschafter a.D. John Kornblum

Zeit & Ort

25. März, 18:00
Zoom

Über die Veranstaltung

Eine Veranstaltung der Atlantic Community in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr.

Zoomlink zur Veranstaltung: https://zoom.us/j/95667976587

Regulierung von Datenaustausch und -speicherung wird zum politischen Instrument in den internationalen Beziehungen.

Das Generieren, Verarbeiten, Diskutieren und Speichern von Informationen im Cyber- und Informationsraum wird zunehmend

durch eine militärisch, sicherheitspolitische Linse betrachtet. Die Idee der (trans-)nationalen Souveränität - verstanden als Selbstbestimmungsfähigkeit - wird auf den digitalen Bereich angewandt, von dem man sich, vor nicht allzu langer Zeit, ein weiteres Zusammenwachsen der globalen Gesellschaft versprochen hatte.

Diese Entwicklungen fallen zusammen mit einer neuen, stärkeren Rolle der Privatwirtschaft in Forschung und Förderung

von Schlüsseltechnologien, die für den Erhalt des staatlichen Gestaltungsspielraums in Zukunft entscheidend sein werden. Wie sich Datenverarbeitung durch Quantencomputer verändern könnte, wie sich Geschäftsmodelle aus der flächendeckenden

Einführung der 5G-Technologie entwickeln lassen oder auch wie eine Cybersicherheitsstruktur für die Verwaltung aussehen könnte, sind Fragen auf die Unternehmen fieberhaft nach Antworten suchen und mit denen sich Staaten intensiv auseinandersetzen müssen. In der Öffentlichkeit intensiv diskutiert, wird die Rolle großer Technologieunternehmen aus den Vereinigten Staaten. Müsste Europa die Entwicklung eigener Großkonzerne fördern und mehr Projekte wie z. B. GaiaX initiieren, um die Abhängigkeit von US-Cloudanbietern zu verringern?

Aber befindet sich Europa hier in einseitiger Abhängigkeit von den USA? Die führende Rolle europäischer Unternehmen im Bereich der Finanztechnologie wird z. B. wenig thematisiert. Gibt es nicht eine Reihe gemeinsamer transatlantischer Interessen, auf denen basierend sich digitale Souveränität auch denken ließe?

Mit der komplexen Frage nach der digitalen Souveränität Europas wollen wir uns mit einem Experten unterhalten, der uns aus transatlantischer Perspektive auf Gefahren, Limitierung und Potenziale digitaler Souveränität hinweisen kann wie kein zweiter. US-Botschafter a. D. John Kornblum kennt beide Seiten des Atlantiks und wird uns in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch, das Verständnis digitaler Souveränität aus US-Perspektive erläutern, die Situation Europas analysieren und uns auf Zusammenhänge hinweisen, deren Verständnis entscheidend sein wird in einer Welt im digitalen Wandel. 

Mit dem Auftakt zu einer Vortrags-& Gesprächsreihe wenden wir uns an alle, die Innovation und Sicherheit aus politischer sowie aus wirtschaftlicher Sicht neu betrachten und verstehen wollen. Die Erkenntnisse, die wir im Dialog gewinnen, werden u. a. für deutsche Start-Ups und für Unternehmen, die in der Entwicklung digitaler Produkte tätig sind, entscheidend sein, um ihr Verhältnis zu großen Datenplattformen entsprechend zu definieren und ihre Innovationskraft innerhalb der internationalen Kräftekonstellationen zu erhalten.

Anmeldung abgeschlossen

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